Das Internet vollschreiben

Irgendjemand meinte letztens, wir würden das Internet vollschreiben. Vielleicht war es eine Bloggerin mit dem wundervollen Namen Groschenphilosophin. Ich bin mir nicht sicher. Aber der Satz blieb hängen und seitdem piepst ein unsichtbarer Wortzähler mit jedem Tweet und jedem Blogeintrag mehrfach in meinem Kopf auf.

Das Internet vollschreiben. Ich weiß, man kann das Internet nicht wirklich vollschreiben. Es ist unendlich, was aber auch heißt, dass unsere Worte verloren gehen, sobald sie in die Weiten des Internets geschrieben werden. Sicher sind sie noch irgendwo, aber wen interessiert’s? Wir sollten uns das öfter fragen.

Weniger ist mehr und ich möchte das Internet künftig weniger vollschreiben. Ideen hätte ich genug. Aber viele Gedanken sind unausgereift, flüchtig und dynamisch und entwickeln sich so schnell weiter, dass die Worte, sobald sie niedergeschrieben sind, vielleicht nicht mehr meinen Gedanken entsprechen .Ich fühle mich nicht dazu befähigt, meinen Lesern zu erklären, warum Harry Potter auch etwas für 25-Jährige ist.

Das Internet vollschreiben – mit diesem Text habe ich es wieder getan. So ganz werde ich es auch nicht lassen können, aber ich nehme mir vor, in Zukunft mit Worten und Texten zu sparen.

Eure frauktose

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Ein Kommentar

  1. Pingback: Torpidität | frauktose

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